Sonntag, 18. Februar 2018

Nebelfahrt - nebelige Gedanken (2004)

Ich sitze da auf meinem Stein, vor mir mein Fahrrad um mich herum nichts als endloser Nebel, welcher von ein paar Laternen in der Ferne schwach schimmert. Ein wunderschöner Anblick der Straßenschilder des Fahrradwegs.
Die Kreuzung von vielen Menschen im Leben an der ich hier sitze und mir die Nebelwolken ansehe. Dieser Ort ist wo wunderbar, aber dennoch so wie jeder andere, man muss ihn genau betrachten um seine Besonderheit genießen zu dürfen. Es ist wie mit den Menschen, man muss sie länger kennen um zu wissen wie Sie denken, handeln oder fühlen in unbestimmten Situationen.
Trete mit dem Fuß in ein anderes Leben jenseits von dem Wesen welches dich umgibt. Sehe durch den Nebel der Dunkelheit und fühle dich frei und losgelöst von diesem Systematischen System der Monotonie welche dich täglich umgibt. Dieser Ort an der Fahrradkreuzung ist so wie viele doch bleibt festzuhalten kein Ort ist wie der andere. Menschen lieben einander, freuen sich über nette Unterhaltungen, haben Spaß an Ihrem Leben, durch welches Sie ein mehr oder weniger in Stein gemeißelter Weg führt.
Dieser Nebel ist so dicht, das man die Entfernung von 10 Metern umkreis wahrnimmt und danach erfolgt ein immer schwächer werdener Sichtradius, ein noch intensiveres Gefühl als Nachtdämmerung am Abend.
Trete mit dem anderen Fuß in ein anderes Leben innerhalb deines Wesens, spüre deinen eigenen Körper, ohne deinen fortwährenden Nebel vor Augen. Spüre deine eigene Energie, spüre deine Kreativität, deinen Geist wie er zu Dir spricht. Löse dich von dem fest in Stein gemeißelten Weg und laufe eigenen Weg, welcher Dir viele neue Erfahrungen beschert. Der Freakolizer ist in jedem von uns, das Paranormale und der Spaß kommen meist durch einen selbst – Sparzieren gehen im Nebel, in Neubauten klettern, Bänke besetzten, wunderbare Orte suchen, neue Erfahrungen verarbeiten.
Mag sein das so mancher Gedanke von mir einem gedankenverschwendenden Anti-Moralisten ähnlich sieht, aber vielleicht bin ich auch einfach ein sich gedankenmachender Moralapostel der uns alle mahnen möchte, das Leben abwechselungsreich und spontan zu gestallten. Mach Dir selbst Gedanken was ich bin.
Der Nebel ist wie ein kalter unsichtbarer Schleier der sich um mich legt und die Sucht nach dem Unbekannten noch größer werden lässt, das unerwartete suchend sitze ich noch immer da und warte auf einen Moment der mich anspricht............
Ein Fahrradlicht kommt von vorne, ich stehe auf setze auf mein Fahrrad und warte bis das Fahrradlicht an mir vorbei ist und sogleich nehme ich die Verfolgung mit meinem Fahrrad ohne Licht auf. Das Schwarze Haar von dem Fahrradlicht Fahrrad zieht mich hinterher ihm her, seine Beschleunigung nimmt zu als er zu einem höheren Gang wechselt, doch ich bleibe dicht hinter seinem Rücklicht kleben. Ich genieße den eingeschränkten Sichtradius und die Verfremdung von dem Bekannten. Das Laternenlicht huscht von vorne an uns beide vorbei, die Verzehrung durch den Nebel beschreibt das schöne an der Umgebung.
Die fahrt meines schwarzhaarigen Freundes nimmt noch immer weiter an fahrt zu als er noch einen Gang höher schaltet. Ich spüre keine Anstrengung und bleibe mühelos hinter Ihm. Ich spüre neben der wunderschönen Umgebung auch die immer größerer werdende Nervosität des fremden Rücklichts.
Die Reise durch Körper und Geist führt dir das Alltägliche vor Augen, doch dein streben nach mehr wandelt sich um nach dem streben nach immer mehr Erfahrung wodurch dein Wissen erweitert wird. Das Rücklicht zieht mich wir mit einem unsichtbaren Band hinter mir her und ich mache nichts als meine verzehrte Umwelt im vorbeihuschen zu erkunden.
Lebe dein Leben so wie es dir gefällt, meißle dein Lebensplan nicht bis zu Ende in Marmorplatte....

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