Samstag, 24. Februar 2018

Das Paradies (2005)

Das Paradies

Ich und Du werfen uns Blick zu.
Du bist noch ganz weit entfernt, aber deine Anwesenheit entgeht mir nicht. Soll ich fragen, oder soll ich es lieber bleiben lassen, rattert durch meinen Kopf?
Die Wege werden sich kreuzen sich sehr bald kreuzen.
Ich entscheide mich spontan für eine Kontaktaufnahme.
Ich stehe aus meiner liegenden Position auf und laufe auf Dich zu.

Das Gespräch beginnt, die Harmonie, die Übereinstimmung bereit sich alles erwärmend wellenförmig aus.

Wo ich gerade bin, wollt Ihr wissen?
Ich liege auf einer sanft roten Decke, vor einer kurzen Weile noch allein, doch jetzt ist alles anders.
Nach dieser alles entscheidenden Frage „Kennen wir beide uns?“ wurde der Fußmarsch meines Gegenübers unterbrochen.
Nach einem kurzen Smalltalk, sitzen wir beide gemütlich auf dieser sanftmütig rot wirkenden Decke, welche in mitten der grünen natürlichen Unendlichkeit zu liegen scheint...
Die Lebenserfahrungen werden ausgetauscht.
Wer einem seine Vergangenheit anvertraut, von diesem Menschen strömt einem eine teilhabende Sympathie entgegen.
Das Vertrauen als magisches Band, der Zweisamkeit.

Die „grüne Hölle“ oder die „rote Liebe“?

Wo wir Menschen schalten und verwalten tun es unsere Triebe auch.
Die Ursache beschreibt die Verhaltensweisen.
Die Sympathie meines Empfindens bekommt ein neues Gesicht präsentiert.
Langsam werden die Konturen deutlicher, welche mir helfen Dich zu verstehen.
Dein Charakter überzeugt selbst den gutgläubigsten Menschen.

Noch einmal tief Luft holen...

Ist es dieses Kribbeln im Bauch eine Folgeerscheinung, das ich mich jetzt genau in diesem Augenblick frei wie ein Vogel fühle?

Ich und Du, wir beide verzaubern uns gegenseitig.
Es ist kein falscher Zauber, es ist die reine positive Kraft der Wahrheit.
Komm vertrau auch Du mir, ich vertraue Dir.
Die Zweisamkeit verlässt die hörbare verbale Kommunikationsebene.
Unsere Gedanken belauschen sich gegenseitig.
Unsere freudig erleuchteten Gesichter, machen uns beide sichtbar glücklich.
Die Sonne zaubert ein wärmendes Gesamtbild indem ich ewig verweilen möchte.

Es ist der Traum von der Wahrheit!
Niemals hätte ich gedacht, dass es Dich geben könnte!
„Schau hin, meine Träume weinen“, die ganze Umwelt, die ganzen Klischeevorstellungen sind verschwunden.
Du bist das Wundermittel von dem die ganze Menschheit im stillen Kämmerlein träumt.
Es herrscht keinerlei körperliche Nähe, aber Du schaffst es meine innersten Gefühle mit Emotionen zu füllen.
Der Traum der Wahrheit ist so surreal, dennoch so real.

Die Zeitzeiger drehen sich immer weiter...

Stunden vergehen, sämtliche Termine verschwimmen im Zeichen dieser doch so einmaligen Situation. Die persönliche Freiheit lacht hämisch über diese Termine.
Was ist das alles, die Wahrheit, ein Traum?
Alles zusammengenommen wäre auch zu wundervoll um wahr zu sein!

Die Sonne verabschiedet sich mit einem intergalaktischem Wolkenmeisterwerk. Die Farben scheinen am leicht Wolkenbehangendem Himmel förmlich in verschiedensten Spektralfarben zu tanzen.
Dies ist der schönste Sonnenuntergang, welchen ich bis jetzt bewundern durfte. Einen verstärkenden Effekt, hatte sicherlich Deine Anwesenheit und die Unterhaltung über diesen einmaligen ja scheinbar nicht möglichen Traum von einem Wolkenhimmel.

Jeden Tag das gleiche Leben, nur jeder Tag ein anderer Tag.

Der Sonnenschein lacht mit letzter Kraft, zaubert einen Himmel voll mit bunt leuchtenden Wolkengestallten. Schau genau hin, dann kannst Du die Figuren und Muster erkennen.
Der Traum versinkt schleichend in einem immer tiefer werdenden Blau.

Sterne, Sterne Ihr am Himmel, wer ist das schönste Wesen auf diesem Planeten?

Diese Frage alleine, zaubert schon zig Sternschnuppen an diesen einmaligen Nachthimmel.
Was für eine paradiesische anmutende Aussicht!
Die glühenden Meteorgesteine rasen fallend zu Boden.
Sie hinterlassen einen wie verzaubert wirkenden farbigen Schweif am Nachthimmel..
Die Freiheit unserer Gedanken kennt keinerlei Grenzen!
Die Gedanken strömen in Richtung Sorgenfreiheit.
Der Traum wünscht uns allen die grenzenlose Freiheit in der Zweisamkeit.
Unverhofft kommt oft, so ein altes Sprichwort.
Wen Du daran glaubst offenbart sich auch Dir die Möglichkeit, dass „unverhofft“ auch mal bei Dir vorbeischaut.
Führt die Detailverliebte Suche zum Glück?
Es muss nicht alles bis ins winzigste Detail überlegt und verstanden werden um unsere Freiheit zu gewährleisten.
Soll ich die obligatorische schwarze Augenbinde abnehmen?

Ich fürchte fast, dass ist überhaupt nicht notwenig ist.
Von dem Schreck erholst Du Dich nicht so schnell...

Ich blicke in Dein fühlendes und denkendes Ich.
Ich blicke nicht auf eine Seelenlos verkaufte Fassade.
Ich liebe es, dass die Realität vermag abertausende Blätter zu füllen mit sinnlichen Klängen und harmonischen Schwingungen.
Doch nur ich weiß, dass kein Stift und Papier dieser Welt vermag, Deine von innen alle zum Lachen bringende Schönheit zu beschreiben.
Es ist als wärst Du das Paradies und ich der Torwächter, dem es erlaubt ist von außen in das Paradies hineinzuschauen.
Dies ist der Traum vom Paradies.
Die Wahrheit liegt bei uns allen gar nicht so fern.
Ein Selbstkritischer Blick auf Dein eigenes Ich.

Es wird immer kälter, wir rücken näher zusammen, keiner von uns ist vorbereitet gewesen auf diese Nacht in der freien unbeschreiblich schönen Natur. Wie war das noch unverhofft kommt oft?

Dort wo ein Wille zur zwischenmenschlichen Vernunft ist, dort keimt die Hoffnung auf eine gemeinsamere gesündere menschenfreundlichere Umwelt. Gemeinsam sind wir stark, vergesst das nie.

Die Fragezeichen wollen immer nur Rache!
Ihr Wesen besteht darin alles zu vernichten, was Sie nicht verstehen!
Es ist die Erkenntnis von Ursachen der Probleme, welche versuchen die Lösung versprechen!
Die Wahrheit hilft den „richtigen“ Weg zu wählen.
Die Lüge bleibt eine Täuschung, die Symmetrie dieser scheinbaren Glaubwürdigkeit treibt in die entgegensetzte Richtung des wahren hoffnungsvollen Paradies.
Diese Richtung, dieser Weg verheißt nur Sorgen, Kummer und Leid.

Das falsche Paradies verweist auf einen Weg, welche geprägt ist durch „Verwirtschaftlichung“ unserer Gesellschaft.
Wirtschaftliche Instabilität durch Finanzprobleme der „Superkonzerne“.
Alles aufgesaugt, alles Kapital sich einverleibt. Was bleibt?
Es gibt keine Konsumenten mehr!
Keiner mehr da der noch Geld besitzt neue Waren zu kaufen.
Ein Hoch auf die Forschung, unsere Gesellschaft wandelt sich permanent.
Massenarbeitslosigkeit wird erzeugt, durch die voranschreitende Industrialisierung. Wo noch Geld verdienen im Automatisierten Paradies?

Die Instabilität spüren wir doch bereits schon heute!
Die Macht der großen Konzerne nimmt im Zeitalter der Globalisierung erschreckende Ausmaße an.
Ein kurzer Blick auf das Schwarze Tuch des Lobbyismus, Ausschweifungen erspare ich Dir.
Selbst auf den Staat kann man nicht mehr hoffen, denn dieser schleicht langsam seinen Weg in Richtung Bankeigentum.
Die Schuldenuhr schnellt mit einer Geschwindigkeit von 1465 Euro pro Sekunde in die Höhe, die Zinsen der Schulden folgen im Gleichschritt!
Katastrophale Tendenzen?
Die Konzentration des Geldes bei wenigen Menschen bedeutet zwangsläufig ein strukturelles Wirtschaftliches Problem.
Auch wenn sich dieses Problem nur langsam anschleicht und für jeden sichtbar ist, werden die Superkonzerne immer größer und die Staaten verschulden sich immer breiter...

Weltkriege durch Supermächte.
Dieses Szenario triumphierte schon in der Nahen Vergangenheit lachend über uns. 1. und 2. Weltkrieg liegen wohlbehütet in der Vergangenheit, dennoch treiben Supermächte diesen Kampf immer weiter voran...
Wo die echte Begründungen für Kriege scheinbar nur noch Makulatur sind, drängen sich präventive Zwecke in den Vordergrund.
In der Nahen Vergangenheit erlebten wir, Afghanistan, Irak.
Was steht als nächstes strategisches oder Ölhaltiges Land dem Speiseplan?

Weltuntergang durch Atomare Sprengköpfe!
Von wem gezündet spielt in einem Nachkriegszenario, indem fast alle gestorben sind keine Rolle mehr, weil niemand mehr da ist um darüber nachzudenken zu können.

Ich liebe mein Paradies, geprägt von Ehrlichkeit, einem Gefühl für ein Miteinander. Keine Strukturellen Probleme, welche die Kommunikation beeinträchtigen, weil die Hierarchie es nicht zulässt direkten Kontakt zu suchen. „Wege entstehen dadurch, daß man Sie geht“ (Franz Kafka)

Ich liege noch immer neben Dir.
Ich liebe es neben Dir zu verweilen, nahezu zeit- und schwerelos, plötzlich ergibt alles einen Sinn...
Welchen musst Du alleine Ergründen, oder mit vielen Diskutieren.

Die wärme spenden Sonnenstrahlen mögen jetzt auf der Südhalbkugel unseres Planeten sein, jedoch unsere gemeinsame Wärme lässt selbst diese kalten Temperaturen dieser Vollmondnacht vergessen.
Im Nebel der Finsternis leuchten ab und an diese Sternschnuppen auf.
Ist dies die Hoffnung?
Die Nacht wird Sternenklar, der Nachthimmel lacht uns beiden zu!
Glaubst Du noch an Zeichen und Wunder?

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